Zusammenfassung
Der Mieten-vs.-Kaufen-Rechner vergleicht das finanzielle Ergebnis eines Immobilienkaufs mit dem Mieten und Investieren der Differenz. Er fuehrt eine monatliche Simulation ueber einen festgelegten Zeitraum durch und beruecksichtigt dabei Immobilienwertsteigerung, Hypothekenkosten, Instandhaltung, Stamp Duty (britische Grunderwerbsteuer), Mieterhoehungen und Anlagerenditen. Am Ende vergleicht er das Gesamtnettoermoegen beider Szenarien, um zu zeigen, welche Option Sie finanziell besser stellt.
So funktioniert es
Das Kapitalausgleichsmodell
Die zentrale Erkenntnis ist, dass Kaufen und Mieten unterschiedliche monatliche Kosten verursachen. Wer in einem gegebenen Monat weniger zahlt, investiert den Ueberschuss mit der angenommenen Anlagerendite. So wird ein fairer Vergleich sichergestellt — kein Szenario wird dafuer bestraft, dass ueberschuessiges Geld ungenutzt bleibt.
Was jede Seite zahlt
Kaeufer (einmalig):
- Eigenkapital (Anzahlung)
- Stamp Duty (SDLT)
- Kaufnebenkosten (Anwalt, Gutachten, Hypothekengebuehren — typischerweise 1–3 % des Preises)
Kaeufer (monatlich):
- Hypothekenrate (annuitaetisch ueber die gesamte Laufzeit)
- Instandhaltung (typischerweise ca. 1 % des Immobilienwerts pro Jahr)
Mieter (einmalig):
- Nichts — der Mieter investiert stattdessen die Vorabkosten des Kaeufers
Mieter (monatlich):
- Miete (jaehrlich steigend mit der angegebenen Rate)
Die Simulation
Jeden Monat:
- Berechnung der monatlichen Kosten des Kaeufers (Hypothek + Instandhaltung)
- Berechnung der monatlichen Kosten des Mieters (Miete, steigend mit der Inflation)
- Die Person mit den niedrigeren Kosten investiert die Differenz
- Beide Anlagetopfe wachsen mit der monatlichen Anlagerendite
- Vermoegensstaende werden zum Jahresende fuer die Diagrammdarstellung erfasst
Am Ende des Betrachtungszeitraums:
- Kauf-Vermoegen = Immobilienwert (gewachsen) − verbleibende Hypothek − Verkaufskosten + Anlagetopf des Kaeufers
- Miet-Vermoegen = gesamter Anlagetopf des Mieters (aus Eigenkapital, Stamp Duty, Kaufnebenkosten und monatlichen Ueberschuessen)
Immobilienwertsteigerung und Mietinflation
Historische britische Daten liefern den Kontext fuer die Wachstumsannahmen:
| Kennzahl | Langfristiger Durchschnitt | Quelle |
|---|---|---|
| Britische Immobilienpreissteigerung | ca. 5,3 % nominal (30-Jahres-Durchschnitt) | Nationwide / Monevator |
| Britische Mietinflation | ca. 3,7 % nominal (34-Jahres-Durchschnitt) | ONS / Property Beacon |
| FTSE 100 Gesamtrendite | ca. 6–8 % nominal | IG / Motley Fool UK |
Typische britische Kosten
| Kostenart | Typischer % | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Kaufnebenkosten | 1–3 % des Preises | Anwalt, Gutachten, Hypothekengebuehren (ohne Stamp Duty) |
| Verkaufskosten | 1,5–3 % des Verkaufspreises | Makler (ca. 1,4 %), Grundbuchuebertragung, Energieausweis |
| Jaehrliche Instandhaltung | ca. 1 % des Immobilienwerts | Die „1-%-Regel” — Reparaturen, Versicherung, Pflege |
Die Formel
Where
Fuer den Mieter:
Miet-Vermoegen = Anfangsinvestition x (1 + i)^m + Summe der verzinsten monatlichen Ueberschuesse
wobei die Anfangsinvestition = Eigenkapital + Stamp Duty + Kaufnebenkosten (alles, was der Kaeufer vorab ausgegeben hat).
Rechenbeispiel
£300.000 Immobilie, Erstkaeufer, 10 Jahre Aufenthalt
Eigenkapital (10 %)
= £30,000
Stamp Duty (Erstkaeufer, £300.000)
= £0
Kaufnebenkosten (2 %)
= £6,000
Hypothek (£270.000 bei 4,5 %, 25 Jahre)
= £1,500.75/month
Anfangsinvestition des Mieters
= £36,000 invested at 7%
Kauf-Vermoegen nach 10 Jahren
= £239,014
Miet-Vermoegen nach 10 Jahren
= £148,795
Result
Kaufen ist besser um £90.219 ueber 10 Jahre (bei 4 % Immobilienwertsteigerung, 7 % Anlagerendite, 3 % Mieterhoehung)
Eingaben erklaert
- Immobilienpreis — der Kaufpreis der Immobilie
- Eigenkapital — der vorab gezahlte Betrag fuer die Immobilie
- Hypothekenzins — jaehrlicher Zinssatz der Hypothek
- Hypothekenlaufzeit — Jahre, ueber die die Hypothek zurueckgezahlt wird (typischerweise 25)
- Monatliche Miete — anfaengliche Monatsmiete fuer eine vergleichbare Mietimmobilie
- Jaehrliche Mieterhoehung — wie schnell die Miete pro Jahr steigt (britischer Langzeitdurchschnitt: ca. 3,7 %)
- Immobilienwertsteigerung — wie schnell die Immobilie an Wert gewinnt (britischer Langzeitdurchschnitt: ca. 3–5 %)
- Anlagerendite — jaehrliche Rendite auf Investitionen (britische Aktien langfristig: ca. 6–8 %)
- Kaeufertyp — Erstkaeufer, Umzug oder Zusatzimmobilie (beeinflusst die Stamp Duty)
- Kaufnebenkosten — Anwalt, Gutachten und Hypothekengebuehren in % des Preises
- Verkaufskosten — Makler- und Grundbuchgebuehren in % des Verkaufspreises
- Jaehrliche Instandhaltung — laufende Reparatur- und Pflegekosten in % des Immobilienwerts
- Aufenthaltsdauer — wie viele Jahre Sie planen, in der Immobilie zu wohnen (der Vergleichshorizont)
Ausgaben erklaert
- Gewinner — ob Kaufen oder Mieten Sie mit mehr Vermoegen zuruecklaesst
- Vorteilsbetrag — die Differenz des Nettovermoegens zwischen beiden Szenarien
- Kauf-Vermoegen — Immobilienkapital + Anlagetopf des Kaeufers nach Verkauf
- Miet-Vermoegen — gesamtes Anlageportfolio des Mieters
- Vermoegen ueber die Zeit (Diagramm) — jaehrlicher Vergleich des kumulierten Vermoegens beider Szenarien
- Aufschluesselungskarten — detaillierte Ansicht, wohin das Geld in jedem Szenario fliesst
- Fazit — verstaendliche Erklaerung des Ergebnisses
Annahmen und Einschraenkungen
- Feste Annahmen ueber die Zeit. In der Realitaet aendern sich Hypothekenzinsen bei der Umschuldung, die Immobilienwertsteigerung variiert von Jahr zu Jahr, und Anlagerenditen schwanken. Der Rechner verwendet der Einfachheit halber konstante Jahresraten.
- Keine Steuern auf Anlagen. Anlagerenditen werden brutto modelliert. In der Praxis koennen Renditen ausserhalb eines ISA (steuerbeguenstigtes Anlagekonto) der Kapitalertragsteuer oder Dividendensteuer unterliegen. Die Nutzung eines Stocks & Shares ISA eliminiert dies fuer die meisten Anleger.
- Instandhaltung bei 1 % ist eine Faustregel. Die tatsaechlichen Instandhaltungskosten variieren enorm — ein Neubau braucht moeglicherweise jahrelang fast nichts, waehrend ein aelteres Gebaeude ein neues Dach benoetigen kann.
- Miete und Immobilienwertsteigerung sind unabhaengig. In der Praxis sind sie tendenziell korreliert (beide durch Angebot und Nachfrage im selben Markt getrieben).
- Keine Transaktionskosten bei Anlagen. Plattformgebuehren, Fondskosten und Handelskosten werden nicht modelliert.
- Die Aufenthaltsdauer ist entscheidend. Kaufen hat hohe Vorabkosten (Stamp Duty, Gebuehren), die ueber die Zeit amortisiert werden. Bei kurzen Aufenthalten (unter 3–5 Jahren) gewinnt Mieten fast immer, weil diese Kosten noch nicht durch Immobilienwertsteigerung ausgeglichen wurden.
Ueberpruefung
| Testfall | Wichtige Eingaben | Erwarteter Gewinner | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Erstkaeufer, 10 J. | £300k, 10 % EK, 4,5 %, £1.200 Miete, 4 % Wachstum, 7 % Rendite | Kaufen | ca. £90.219 |
| Kurzer Aufenthalt (2 J.) | Wie oben, aber 2 Jahre | Variiert | Deutlich geringere Differenz |
| Hohe Mieterhoehung | Wie oben, aber 6 % Mieterhoehung | Kaufen | Groesserer Vorteil |
| Hohe Anlagerendite | Wie oben, aber 10 % Anlagerendite | Enger / Mieten | Verringerter Kaufvorteil |
| Keine Wertsteigerung | Wie oben, aber 0 % Wachstum | Mieten | Deutlicher Mietvorteil |
Sources
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